Aus der Welt der Neurotransmitter


Ob wir gut gelaunt sind oder eine depressive Verstimmung haben, hängt
auch von der Verfügbarkeit der Aminosäure Tryptophan im Gehirn ab
,
die dort (auch im Bauch) in das Glückshormon Serotonin umgewandelt wird.
Damit diese Reaktion stattfinden kann, werden die Kofaktoren Folsäure
und Vitamin B6 benötigt. Soll dann aus Serotonin noch das Schlafhormon
Melatonin gewonnen werden, braucht es Zink und Magnesium.


Hier die Kette - vereinfachte Darstellung:
--------------------------------------------------
TRYPTOPHAN
+
Folsäure
=
5-Hydroxy-Tryptophan (5HTP)
+
Pyridoxin (Vitamin B6)
=
SEROTONIN
+
Zink und Magnesium
=
Acetyl-Serotonin
> daraus
MELATONIN
-------------------------------------------
Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
Es nützte also nichts, eine Tafel Schokolade (enthält Tryptophan) zu verputzen, wenn
die Kofaktoren nicht ausreichend im Organismus vorhanden sind.

Wer schlecht ein- oder durchschlafen kann,
oder hin und wieder an depressiver
Verstimmung leidet, der sollte sich jetzt folgende Frage stellen: habe ich ausreichend
Tryptophan, Folsäure, Vitamin B6, Zink und Magnesium in mir?

TRYPTOPHAN ist eine essentielle Aminosäure
mit unterschiedlichen Aufgaben. Eine
Aufzählung würde hier den Rahmen sprengen. Aber passend zum Thema wäre: Heiß-
hungerattacken weisen auf einen Mangel hin, um das "Glücksloch" im Kopf auszugleichen
- der bekannte Griff zur Schokolade, die Tryptophan enthält. Lebensmittel mit hohem
Tryptophangehalt pro 100gr.
: Cashew-Kerne 450mg - Sojabohnen 450mg - Edamer
400mg - Brie 340mg - Erdnusspaste 330mg - Erdnüsse 320mg - Schweineleber 310 mg
- Thunfisch 300mg - Limabohnen 300mg - Gekochtes Schweinefilet 300mg. Auch
Chiasamen haben einen hohen Gehalt anTryptophan.

Folsäure
ist bekannt, besonders bei Schwangeren. Kaum bekannt ist, dass nicht alle
Menschen die verwertbare Form Folat daraus bilden können.
Dann wäre es besser,
gleich die aktive Form Metylfolat zuzuführen.

Vitamin B6 ist in Lebensmitteln pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs enthalten.
Ein schwerer Mangel ist selten gegeben. Hinweise auf einen schweren Mangel
wären Symptome wie Entzündungen der Zunge, Wunden oder Geschwüre im
Mund sowie Risse und Geschwüre an den Mundwinkeln.
Aber auch neurologische
Symptome wie Reizbarkeit, Depression, und Verwirrung.

SEROTONIN
, das Glückshormon. Und sehr viel mehr: Serotonin macht ruhig und gelassen,
man wird nicht mehr von Problemen erdrückt.

Zink zählt zu den lebenswichtigen Spurenelementen, denn ohne dieses funktioniert unser
Stoffwechsel nicht. Besonders reich an Zink sind Nahrungsmittel tierischer Herkunft. Ein-
genommen wird es von vielen Menschen, um das Immunsystemzu stärken. Leider reicht
diese saisonale Aufnahme nicht, einen Zinkmangel zu vermeiden. Zink hat im
Unterschied zu Selen keine Halbwertszeit.


Magnesium: Der wichtigste Mineralstoff - und leider der am meisten unterschätzte.
Ein Mangel schränkt viele Reaktionen in der Zelle ein, an denen Magnesium als
Kofaktor beteiligt ist. Kein Magnesium, keine biochemische Reaktion.

Am ehesten ist bekannt, dass Magnesium vor Muskelkrämpfen schützt. Nur: Wer hin und
wieder zu einem günstigen Magnesium aus der Drogerie greift, wird den Mangel nicht
beheben können
. Dieses Magnesium ist meist an anorganische Stoffe gebunden und wird
mit Verlusten bis zu 65 Prozent wieder ausgeschieden.

Wer Medikamente nimmt, muss wissen, dass die meisten viel Magnesium rauben.
Stellvertretend nenne ich hier ein Magenschutz-Medikament, das bei Reflux (Sodbrennen)
eingenommen wird, die sogenannten Protonenpumpenhemmer (PPI). Waren diese früher
verschreibungspflichtig, so sind sie heute frei verkäuflich. Die angegebenen Nebenwirkungen
scheinen nicht abzuschrecken: Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Schwindel, Kopf-
schmerzen, Seh-, Hör-und Geschmacksstörungen, Nierenentzündungen und erhöhte Leber-
werte sowie Blutbildveränderungen. Diese Nebenwirkungen haben auch mit dem Entzug
von Magnesium und weiteren sechs lebenswichtigen Mikronährstoffen zu tun
.

Soweit meine kleine Einführung in die spannende Biochemie - und mein kostenloses
"Coaching"für besseren Schlaf und mehr Gelassenheit.





Freie Fettsäuren


Fette, die Sie über die Nahrung aufgenommen haben, landen überwiegend
erstmal im Fettgewebe.
Auf dem Weg dorthin werden sie 2x umgebaut (gespalten
und wieder zusammengesetzt).

Nach der Darmpassage gelagen die Fette ins Blut und liegen hier als Triglycerid-Molekül
vor (Kennen Sie von den Blutwerten).

In dieser Form können Fette jedoch nicht verbrannt werden. Zur Energiegewinnung werden
ausschließlich die sogenannten freien Fettsäuren genutzt. Das sind die, die aus dem Fett-
gewebe kommen und - nur bei Bedarf! - gespalten werden, denn auch im Gewebe liegen
die Fette als Triglycerid-Molekül vor. Zuallererst werden jedoch die kleinen Fettspeicher
in den Muskelzellen angezapft, deren Triglyceride auf dem Weg zu den Mitochondrien durch
Enzyme in freie Fettsäuren gespalten werden.

Bei stark Übergewichtigen
kommt es jedoch zu einem Overflow (Überlauf, wie bei einem
Kochtopf) an freien Fettsäuren. Was sich erstmal gut anhört, kann leider zum Diabetes
mellitus Typ 2 führen. Mehr dazu hier:
> Presse

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